Einleitung
In unmittelbarer Nähe von Schloss Amalienborg befindet sich das nächste architektonische Meisterwerk Kopenhagens. Die Frederiks Kirke, welche im Volksmund oft auch einfach als Marmorkirche bezeichnet wird, zieht uns sofort in ihren Bann. Ihre monumentale Kuppel ist weithin sichtbar und prägt die Silhouette der dänischen Hauptstadt auf unverkennbare Weise. Nach unserem Spaziergang durch den Amalie Garten steuern wir direkt auf diesen Prachtbau zu, um ihn zuerst von aussen auf uns wirken zu lassen und anschliessend das imposante Innere zu bestaunen.
Fotos









Reisen
Eine bewegte Baugeschichte aus Marmor und Geldnot
Die Entstehungsgeschichte der Kirche liest sich wie ein historischer Krimi. Bereits im Jahr 1749 erfolgt die feierliche Grundsteinlegung für das ambitionierte Projekt. Das ursprüngliche Vorhaben erweist sich jedoch schnell als viel zu kostspielig für das Königreich. Die verlangte Bauausführung in edlem norwegischem Marmor überfordert den dänischen Staatshaushalt komplett. Da auch ein später überarbeitetes Konzept keine politische Unterstützung findet, wird der Bau im Jahr 1770 komplett gestoppt. Für mehr als ein Jahrhundert bleibt das Gebäude eine unvollendete Ruine mitten in der Stadt.
Vom langen Baustopp zur feierlichen Einweihung
Erst im Jahr 1874 wendet sich das Blatt für das vernachlässigte Gotteshaus. Der dänische Staat verkauft die Bauruine schliesslich an einen privaten Investor. Der Verkauf ist jedoch an eine klare Auflage geknüpft, denn die Kirche muss nach den alten, ursprünglichen Plänen fertiggestellt werden. Nach weiteren Jahren intensiver Bauarbeiten ist es schliesslich so weit. Am 19. August 1894 findet die feierliche Einweihung der Frederiks Kirke statt. Heute ist der Sakralbau ein absoluter Publikumsmagnet und begeistert Besucher aus aller Welt.
Ein Blick hinter die monumentale Fassade
Wir betrachten das imposante Gebäude zuerst ausgiebig von aussen. Mit einem Durchmesser von rund 31 Metern gehört diese Konstruktion zu den grössten Kirchenkuppeln in ganz Europa und erinnert optisch stark an den Petersdom in Rom. Danach treten wir durch das grosse Portal und bestaunen die Kirche von innen. Der riesige, runde Innenraum strahlt eine feierliche und erhabene Ruhe aus. Das einfallende Licht durch die hohen Fenster setzt die detailreichen Verzierungen, die prächtigen Gemälde in der Kuppel und den Altar perfekt in Szene. Für uns ist der Besuch dieses geschichtsträchtigen Ortes ein weiteres Highlight auf unserer Kopenhagen-Reise.
Neugierig?
zu den beiträgen
Hier findest du weitere Ausflugsziele in Kopenhagen.
Ausflüge buchen
* Hierbei handelt es sich um einen unserer Partner. Wenn du über diese Verknüpfung einen Ausflug buchst, unterstützt du uns damit sehr. 🙂
0 Kommentare