Gewusst wie! – Foto- und Video Workflow: Effizient und organisiert mit deinen Daten umgehen

In diesem Beitrag zeigen wir dir unseren Foto- und Video Workflow, damit auch du organisiert und effizient mit deinen Daten umgehen kannst und nicht im Chaos versinkst.

Einleitung

Vielleicht kennst du das ja? Du bist im Urlaub unterwegs und erstellst viele Fotos und/oder Videos. Vielleicht bist du nicht alleine und teilst die Leidenschaft mit jemandem? Schnell kommen viele Dateien von mehreren Geräten zusammen. Zwei Smartphones, die Digitalkamera und vielleicht hast du auch noch eine Action-Cam oder eine Drohne?

In diesem Beitrag zeigen wir dir unseren Foto- und Video Workflow, damit auch du organisiert und effizient mit deinen Daten umgehen kannst und nicht im Chaos versinkst.

Schritt 1: Fotos und Videos aufnehmen

Im Urlaub entstehen bei uns viele Fotos und Videos mit ganz unterschiedlichen Geräten: Zwei Smartphones, eine Fujifilm X-T5, die DJI Mini 4 Pro Drohne, die DJI Osmo Action 5 und – eher selten – eine Insta360 X3. Jede Kamera verwendet meist eigene Dateinamen und Zeitstempel, wobei wir oft vergessen, die Zeitzonen aller Geräte korrekt einzustellen. Manche Geräte übernehmen die lokale Zeit automatisch, andere hingegen nicht. So ergibt sich nach dem Urlaub ein wildes Sammelsurium an Dateien, die sich zu Hause kaum direkt chronologisch sortieren lassen.​

Trotzdem ist es für uns am wichtigsten, den Urlaub oder Ausflug voll auszukosten und Spass zu haben. Die Technik soll dabei unterstützen, aber nie den Genuss des Moments stören. Achtsamer Umgang mit Natur und Tieren hat dabei oberste Priorität, denn schöne Erinnerungen entstehen nicht nur durch gute Fotos, sondern vor allem durch respektvolles Erleben.​

Schritt 2: Regelmässige Datensicherung während dem Urlaub

Schon während der Reise sortieren wir viele Fotos und Videos direkt aus. Alles, was auf den ersten Blick nicht überzeugt, wie zum Beispiel unscharfe Bilder, kann sofort gelöscht werden. Das reduziert die Arbeit nach dem Urlaub deutlich und spart Zeit beim Sichten der Aufnahmen.​

Ebenso wichtig ist die tägliche Datensicherung am Abend. Wir empfehlen, die Dateien auf ein externes Speichermedium zu sichern. Zum Beispiel eine SSD oder direkt auf ein kleines, leichtes Notebook. Für zusätzlichen Schutz und weniger Stress hilft es, genügend Speicherkarten mitzunehmen. So kannst du jeder Kamera eine eigene Karte pro Urlaubstag gönnen und hast ganz automatisch ein Backup mehr. Bleibst du bei diesem Vorgehen, sind deine Erinnerungen nicht nur besser geschützt, sondern du kannst die Ferien noch entspannter geniessen. Und wenn tatsächlich mal ein Gerät oder eine Speicherkarte kaputt gehen sollte, bist du so gut wie möglich vorbereitet.

Schritt 3: Vollständige Datensicherung nach dem Urlaub

Zurück zu Hause sichern wir alle Fotos und Videos zunächst auf dem Laptop (bei uns aktuell ein MacBook Pro). Besonders praktisch ist dafür die kostenlose Software LocalSend, die schnellen und unkomplizierten Datenaustausch zwischen Geräten im selben WLAN ermöglicht – und das völlig plattformübergreifend, egal ob Windows, Mac, Android oder iPhone. So geht die Übertragung nicht nur sicher, sondern auch richtig flott.​

Unsere Dateien landen anschliessend im OneDrive Ordner „01-Neu“. Für jedes Ereignis (Urlaub, Anlass, Ausflug und so weiter) legen wir darin einen eigenen Unterordner an. Durch diese Vorgehensweise liegen die Bilder und Videos nun auf dem Ausgangsgerät (Handy oder SD-Karte der Kamera), lokal auf dem Laptop sowie in der Cloud (OneDrive). Das erhöht die Datensicherheit enorm. Mehrfache Backups schützen zuverlässig vor Verlust, sodass du entspannt Erinnerungen sammeln kannst

Schritt 4: Aussortieren der Daten

Jetzt folgt der Schritt, der für uns meist am längsten dauert: das Aussortieren der Bilder und Videos. Nach drei bis vier Wochen Urlaub häufen sich bei uns schnell mehr als 12’000 Fotos an, je nachdem, wie viele Serienbildaufnahmen oder Tierfotos entstehen. Die Masse an Dateien hängt also stark von Ziel und Motiven ab.

Hier kommt eine Software ins Spiel, die sich über die letzten Jahre für uns sehr bewährt hat: Excire Foto der Firma Excire aus Lübeck in Deutschland. Als Quelle für Excire Foto nutzen wir direkt unseren OneDrive Ordner „01-Neu“. Sämtliche Dateien werden automatisch in die Excire Datenbank geladen und KI-gestützt analysiert. Unscharfe oder extrem ähnliche Bilder lassen sich so rasch markieren und löschen. Dank der enormen Filterfunktionen und der Suchoptionen können wir innerhalb kürzester Zeit gezielt auf bestimmte Motive und Orte zugreifen. Excire erkennt sogar automatisch, was auf den Motiven zu sehen ist. Zum Beispiel den Eiffelturm in Paris. Und das ganz ohne vorherige manuelle Verschlagwortung. Das spart viel Zeit beim Katalogisieren und Aussortieren.​

Schritt 5: Entwicklung der RAW-Dateien und Bildbearbeitung

Sobald das Aussortieren abgeschlossen ist, verschieben wir alle verbleibenden Dateien aus „01-Neu“ in den Ordner „02-Aussortiert“. So bleibt unser Workflow übersichtlich und wir wissen immer genau, an welchem Schritt wir gerade arbeiten.

Die ausgewählten Bilder importieren wir anschliessend in die Software CaptureOne. CaptureOne hat sich für das Entwickeln von Fujifilm RAW-Dateien als besonders geeignet erwiesen. Bei Fujifilm X-Trans Sensoren liefert es im Vergleich zu vielen anderen Programmen beständig die besten und klarsten Ergebnisse, ohne störende Artefakte oder Qualitätsverluste. Auch wenn DxO Photolab sehr gute Ergebnisse liefern soll, haben wir die aktuelle Version noch nicht getestet.​

In CaptureOne bearbeiten wir alle Bilder und optimieren mit den verschiedenen Werkzeugen. Besonders wichtig ist uns dabei, den natürlichen Eindruck der Szene zu bewahren und keine künstlichen Farben oder Effekte zu erzeugen. Unsere Fotos sollen die Erinnerungen so festhalten, wie wir sie erlebt haben – authentisch und unaufgesetzt.​

Schritt 6: Datensicherung der verarbeiteten Daten

Nachdem alle Fotos fertig bearbeitet sind, sichern wir sie im endgültigen Ordner auf OneDrive – zum Beispiel werden Ferienerinnerungen aus Paris im Pfad „Fotos > Ferien > Frankreich > Paris 20XX“ abgelegt. Da wir beide einen eigenen OneDrive-Account nutzen, werden die bearbeiteten Bilder jeweils separat sowohl bei Nadia als auch bei Matthieu gespeichert. Zusätzlich synchronisieren wir das entsprechende Verzeichnis offline auf unsere Geräte und erstellen ein Backup auf je einer eigenen externen Festplatte.

Durch diese redundante Ablagestruktur liegen die Dateien an insgesamt sechs verschiedenen Orten und sind dadurch exzellent gegen Datenverlust geschützt.

Schritt 7: Externe Speichergeräte an einem sicheren Ort schützen

Wir empfehlen, externe Festplatten zur Datensicherung an einem gut geschützten Ort zu lagern – idealerweise in einem feuerfesten Tresor. Diese speziellen Datensafes bieten zertifizierten Schutz vor Hitze, Feuchtigkeit und Einbruch und schützen so selbst empfindliche digitale Speichermedien wie Festplatten oder SSDs zuverlässig. Wer voll standortunabhängig sein möchte, kann zusätzlich eine weitere Festplatte an einem zweiten Ort aufbewahren, zum Beispiel am Arbeitsplatz oder bei einer vertrauenswürdigen Person. Durch diese Sicherheitsvorkehrungen wird das Risiko eines Datenverlusts noch einmal deutlich verringert und wertvolle Erinnerungen bleiben langfristig erhalten.

Schritt 8: Sorgenfrei den nächsten Urlaub planen

Nachdem die Daten sicher verarbeitet und gespeichert sind, beginnt nun ein spannender Moment: Die nächste Reise kann geplant werden. Die Vorfreude wächst mit jedem neuen Ziel, und man weiss, dass alle bisherigen Erinnerungen bestens geschützt sind. So kann man ganz unbeschwert neue Abenteuer erleben und die nächsten unvergesslichen Momente festhalten.

Wer seine Datensicherung konsequent und regelmässig durchführt, erlebt viele Vorteile: Die eigenen Fotos und Dokumente sind stets sicher aufbewahrt, selbst bei technischen Problemen wie Geräteausfall oder Diebstahl bleibt der Zugriff erhalten. Die laufende Pflege der Backups schenkt nicht nur mehr Gelassenheit, sondern macht es auch leicht, Erinnerungen und wichtige Inhalte jederzeit wiederzufinden. Datensicherung bleibt eine Daueraufgabe, die am besten mit Disziplin und Sorgfalt erledigt wird, damit Datenverluste gar nicht erst entstehen.

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